Wenn die Glasfaser an Grenzen stößt-
wo Wireless Fiber eine schnelle wirtschaftliche Lösung sein kann.
Glasfaser gilt als die zukunftssichere Infrastruktur für leistungsfähige Breitbandnetze. Dennoch gibt es Situationen, in denen der klassische Glasfaserausbau an Grenzen stößt. Nicht fehlende Bandbreite ist dabei die Herausforderung, sondern hohe Tiefbaukosten, aufwendige Genehmigungsverfahren oder örtliche Gegebenheiten, die eine schnelle Anbindung erschweren.
Ob Flüsse, Bahntrassen, Industrie- und Werksgelände, historische Stadtkerne oder schwer zugängliche Bereiche – nicht überall lässt sich eine Glasfaserverbindung mit vertretbarem Aufwand realisieren. Auch bei der schnellen Wiederherstellung kritischer Infrastruktur kann Zeit ein entscheidender Faktor sein.
Auch im Kontext der Netzresilienz kann Wireless Fiber (optische Freistrahlübertragung, FSO) einen wichtigen Beitrag leisten. Werden bestehende Verbindungen beispielsweise durch Bauarbeiten, Naturereignisse oder technische Defekte unterbrochen, lassen sich leistungsfähige Ersatzstrecken häufig deutlich schneller bereitstellen als neue kabelgebundene Anbindungen. So können kritische Kommunikationsverbindungen kurzfristig als Backup-Verbindung aktiviert, redundant ausgelegt oder nach einem Ausfall schnell wiederhergestellt werden. Dies erhöht die Ausfallsicherheit und unterstützt einen kontinuierlichen Geschäftsbetrieb auch in Störungsfällen.
Darüber hinaus eignen sich Wireless-Fiber-Lösungen für zeitlich begrenzte Bandbreitenanforderungen. Bei Messen, Konzerten, Festivals oder größeren Sportveranstaltungen können Standorte kurzfristig miteinander verbunden werden, ohne zunächst umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen umsetzen zu müssen. Nach Ende der Veranstaltung lässt sich die Verbindung bei Bedarf flexibel zurückbauen oder an anderer Stelle erneut einsetzen.
Für genau solche Einsatzszenarien gewinnt Wireless Fiber (optische Freistrahlübertragung, FSO) zunehmend an Bedeutung. Dabei werden Daten nicht über ein Glasfaserkabel, sondern mithilfe einer laserbasierten Sichtverbindung zwischen zwei Standorten übertragen. Die Technologie ersetzt die Glasfaser nicht – sie ergänzt sie dort, wo klassische Glasfaser-Lösungen an ihre Grenzen stoßen oder kurzfristig nicht wirtschaftlich umsetzbar sind.
Praxisbeispiel
Ein vereinfachtes Praxisbeispiel verdeutlicht den Unterschied.
Soll ein Verwaltungsgebäude mit einer Produktionshalle auf einem Werksgelände verbunden werden, kann eine unterirdische Glasfaserverbindung – abhängig von den örtlichen Gegebenheiten – Tiefbauarbeiten, Genehmigungen und entsprechende Bauzeiten erfordern. Besteht zwischen beiden Gebäuden eine freie Sichtverbindung, lässt sich eine Wireless-Fiber-Strecke häufig deutlich schneller realisieren. Die tatsächlichen Zeit- und Kostenvorteile hängen selbstverständlich von den jeweiligen Rahmenbedingungen ab – das Beispiel zeigt jedoch, dass nicht jede Verbindung zwangsläufig einen Tiefbau erfordert.
Übertragungsraten
Moderne laserbasierte FSO-Systeme (Wireless Fiber) haben sich als leistungsfähige Ergänzung klassischer Glasfaserverbindungen etabliert und ermöglichen heute zuverlässige Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit Übertragungsraten bis zu 40 Gbps.
Die Entscheidung für oder gegen Wireless Fiber ist deshalb keine Grundsatzentscheidung zwischen zwei Technologien. Vielmehr stellt sich die Frage, welche Lösung für die jeweilige Anwendung technisch und wirtschaftlich den größten Nutzen bietet. In vielen Fällen bleibt die klassische Glasfaser die erste Wahl.
Fazit
Dort jedoch, wo Zeit, Aufwand oder örtliche Gegebenheiten den Ausbau erschweren, kann Wireless Fiber eine leistungsfähige und wirtschaftliche Ergänzung darstellen.
DELTA Electronics unterstützt Sie dabei die passende und wirtschaftliche Lösung für Ihre individuellen Anforderungen zu identifizieren.
